LED-Lampen-Vergleich: E27, E14 und GU10 sowie alles Wissenswerte

 
ÜBERSICHT

Was heißt LED?
Geschichte der LEDs
Technik der LED-Lampe
    Wie funktioniert eine LED?
    Welche LED-Farben gibt es?
    Was ist eine Retrofit-LED?
    Was sind LED-Lampen E27?
    Was sind LED-Lampen E14?
    Was sind LED-Lampen GU10?
    Ist LED-Lampe dimmbar?
    LED-Lampen-Lebensdauer
Welche LED-Lampen gibt es?
    LED-Deckenleuchte
    LED-Streifen
    LED-Lichterkette
    LED-Lichter
    LED-Lichterschlauch
    LED-Lampe Fernbedienung
    LED-Lampe Bewegungsmelder
    LED-Lampe Wi-Fi
    Smarte LED-Lampe Bluetooth
Problembehandlung
    LED-Lampen flackern
    Kann man eine LED testen?
LED-Lampen entsorgen
Gesundheit und LED-Lampen
Einsatzgebiete von LEDs

Der LED-Lampen-Vergleich der verschiedenen Fassungen (etwa E27, E14 und GU10) sowie Bauarten soll neben weiteren Informationen einen Überblick geben, welches Modell für das eigene zu Hause geeignet ist.
 

LED-Lampen gehören zu den größten technischen Veränderungen, die es in den letzten Jahren gab. Mittlerweile gibt es neben der LED-Deckenleuchte, den LED-Streifen, den LED-WLAN-Lampen (Wi-Fi Lampen mit LED), der klassischen LED-Lampe E27 oder E14 verschiedenste weitere Ausführungen dieses Beleuchtungsmittels.

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Was heißt LED auf Deutsch?

Die Bezeichnung LED kommt aus dem Englischen und steht für “light-emitting diode“, was auf Deutsch übersetzt “lichtemittierende Diode” heißt. Allgemein nennt man eine LED auf Deutsch auch Leuchtdiode. Ein anderer deutscher Begriff ist Lumineszenz-Diode.

Bei einer Diode handelt es sich um ein elektronisches Bauteil, dessen Besonderheit darin besteht, dass es den Strom nur in einer Richtung durchlässt. In die andere Richtung ist der Stromfluss gesperrt. Dioden werden nicht nur als LED eingesetzt, sondern auch zur Gleichrichtung, also um Wechselspannung in Gleichspannung umzuwandeln.

Geschichte der LEDs

Das Prinzip der Elektrolumineszenz, das hinter einer LED steckt, wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt. Es dauerte aber mehrere Jahrzehnte, bis die ersten LEDs im Jahr 1968 durch die Firma Monsanto in Serienproduktion gingen.

Die erste LED (rot), die sichtbar Licht emittierte, wurde allerdings von Nick Holonyak (Junior) entwickelt, und zwar im Jahr 1962.

In den 1960er Jahren gab es zunächst nur rote und gelbe LEDs. In den 1970er Jahren kamen dann grüne LEDs hinzu. Später gab es dann auch die UV-LED. Erst Ende der 1980er Jahre konnten Materialien gefunden werden, die blaues LED-Licht emittieren konnten. Seit Anfang der 1990er Jahre werden auch blaue und weiße LEDs vertrieben.

 

Die mögliche Lichtausbeute durch weiße LEDs ist mit den Jahren immer weiter gestiegen und ermöglichte nach und nach den Einsatz sowohl im privaten als auch unternehmerischen Bereich. Die weite Verbreitung der LED-Lampen liegt auch daran, dass der Preis für diese mit der Zeit erheblich gesunken ist.

Technik der LED-Lampe

Die LED-Technik ist anders als diejenige Technik, die hinter einer Glühbirne oder einer Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe) steckt. LEDs zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass mit ihnen sehr viel Strom eingespart werden kann.

Wie funktioniert eine LED?

Es handelt sich bei der LED im Grunde genommen um einen Chip, der aus einer Halbleiterverbindung besteht. Sobald Strom durch diesen Halbleiter-Chip fließt, leuchtet er.

Anders ausgedrückt: Eine LED funktioniert nach dem Prinzip der Elektrolumineszenz, bei dem an ein anorganisches Material Strom angelegt wird, wodurch dieses Material Licht abgibt.

Die Elektrizität wird bei der LED-Lampe direkt in Licht umgewandelt. Anders ist das zum Beispiel bei Glühlampen, bei denen die Elektrizität zunächst einen Draht zum Glühen bringt, was dann das Licht abgibt.

Im Gegensatz zur Glühlampe geht bei der LED-Lampe nur wenig Wärme verloren.

Hier ist ein Vergleich, wie effizient die einzelnen Leuchtmittel in puncto Helligkeit sind:

  • Kerze: circa 0,1 lm/W
  • Glühbirne: circa 10 lm/W
  • Halogenlampe: circa 15–25 lm/W
  • Leuchtstoffröhre: circa 60–100 lm/W
  • Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe): 40-90 lm/W
  • LED-Lampe: circa 50–250 lm/W

Die Einheit lm/W steht für Lumen/Watt-Wert, also die Lichtausbeute, wobei Lumen eine Einheit für den Lichtstrom ist, aus der man eine Aussage über die Helligkeit treffen kann. Es handelt sich hier also um eine Angabe dafür, wie viel Energie benötigt wird, um eine bestimmte Menge an Lichtstrom zu erzeugen.

Der Lichtstrom, umgangssprachlich auch als Lichtleistung bezeichnet, wird in lm angegeben. Der Lichtstrom besagt, wie viel Licht, das vom Auge des Menschen wahrnehmbar ist, von einer Lichtquelle während einer bestimmten Zeiteinheit abgestrahlt wird.

  • Kerze: circa 10 lm
  • Glühbirne (40 Watt): circa 450 lm
  • Leuchtstoffröhre (40 Watt): circa 3000 lm
  • Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe) (40 Watt): circa 4500 lm
  • LED-Lampe (7 Watt): circa 400 lm

Die EU hat in der Verordnung (EG) Nr. 244/2009 eine Vergleichs-Tabelle der lm-Werte veröffentlicht (Tabelle 6).

Welche LED-Farben gibt es?

Man unterscheidet die LEDs unter anderem anhand der Farben, die sie erzeugen. Folgende LED-Farben gibt es:

  • Gelb
  • Grün
  • Blau
  • Infrarot
  • Orange
  • Rot
  • Violett
  • Ultraviolett

Wenn man nun weiße LED vs. bunte LED betrachtet, kann man sagen, dass man mit bunten LEDs – etwa RGB-LEDs (RGB steht für Rot, Grün und Blau) – bestimmte Objekte, Tiere oder Pflanzen farblich hervorheben und teilweise bestehende Farben auch kräftiger darstellen kann.

Was ist eine Retrofit-LED?

Unter einer Retrofit-LED-Lampe versteht man eine LED-Lampe, die in die Fassung eines älteren Leuchtmittels passt, also zum Beispiel die Fassung einer klassischen Glühbirne.

Neben Glühbirnen können theoretisch auch Halogen-Lampen mit speziellen Fassungen durch eine Retrofit-LED ausgetauscht werden.

Im Folgenden werden ein paar klassische Fassungen aufgeführt, die durch Retrofit-LED-Lampen genutzt werden können.

Was sind LED-Lampen E27?

Wenn von LED-Lampen E27 die Rede ist, ist damit eine LED-Lampe gemeint, die in die Fassung E27 passt. Man spricht hier auch von einer Lampe mit E27-Sockel. Der Lampensockel oder Schraubsockel ist der Teil der Lampe, der in die Fassung gedreht wird und über den der elektrische Kontakt zwischen Fassung und Lampe hergestellt wird.

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LED-Lampe E27
 

Die Sockelform E27 kennt man bereits von den heute kaum noch verwendeten Glühlampen oder Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen). Das E steht für Edisongewinde (heute auch Elektrogewinde genannt). Der Edisonsockel hat seinen Ursprung bei dem Erfinder Thomas Alva Edison, der im 19. Jahrhundert metallische Gewinde für Glühbirnen entwickelt hat.

Die 27 steht für die Maße. Das Außengewinde einer E27-LED-Lampe hat einen Durchmesser von 26,05 bis 26,45 Millimeter.

 

LED-Lampen E27 gibt es in verschiedenen Watt-Stärken und vielen verschiedenen Formen, wie Birnenform, Tropfenform oder Kugelform.

Man unterscheidet Modelle mit warmem und kaltem Licht und solche mit klarem und mattem Glas oder sogar farbigem Glas oder auch nur aus Kunststoff.

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Es gibt für die E27-Fassung auch LED-Lampen in Globe Form, bei denen es sehr große Modelle wie die G95 (Ø 9,5 cm) oder G125 (Ø 12,5 cm) gibt. Daneben gibt es LED-Lampen mit E27-Sockel auch in Röhrenform oder in Form eines Reflektors.

Was sind LED-Lampen E14?

Die Abkürzung E14 in der Bezeichnung “LED-Lampen E14” ist eine Gewindekennung. Mit E14 wird eine Fassung beschrieben, die einen Durchmesser von 13,6 bis 13,89 Millimetern hat. Da diese damit zum Beispiel im Vergleich zur E27-Fassung wesentlicher kleiner ist, wird sie auch als Mignonfassung bezeichnet. Mignon ist ein französisches Wort und heißt niedlich auf Deutsch.

Man findet E14-Leuchtmittel unter anderem in Kronleuchtern, Kühlschränken oder Vitrinen. Wer seine E14-Glühbirnen ersetzen möchte, kann dies auch durch E14-LED-Lampen machen.

 

Was sind LED-Lampen GU10?

Wenn von “LED-Lampen GU10” die Rede ist, meint man damit LED-Lampen, die in eine GU10-Fassung passen. Im Gegensatz zu E27- oder E14-Sockeln handelt es sich bei dem GU10-Sockel um einen sogenannten Stiftsockel. Die Stifte befinden sich am Ende des Lampensockels.

Wenn man eine GU10-Lampe in eine GU10-Fassung einsetzt, wird die LED-Lampe leicht gedreht, um diese zu fixieren. Man spricht hier auch von einer Drehverriegelung nach dem Prinzip eines Bajonettverschlusses. Insofern wird auch die Bezeichnung Bajonettsockel verwendet.

Das G in GU10 steht übrigens für Glas, das U für “U-Form” und die 10 bedeutet, dass die beiden Stifte einen Abstand von 10 Millimetern voneinander haben. Und auch für GU10-Fassungen gibt es LED-Lampen.

 

Neben LED-Lampen mit E27-, E14- und GU10-Sockeln gibt es noch etliche andere Sockeltypen und -größen, wie etwa E40, G4, G9, G13 oder G53.

Ist eine LED-Lampe dimmbar?

Viele fragen sich: Kann man LED-Lampen dimmen? Grundsätzlich sind auch LED-Lampen dimmbar, aber bei den zum Kaufen erhältlichen Lampen muss die Dimmbarkeit explizit angegeben sein. Außerdem kann es passieren, dass der Dimmer nicht mit der LED-Lampe kompatibel ist, selbst wenn die LED als dimmbar ausgewiesen ist. Es gibt auch Unterschiede bei den dimmbaren LED-Lampen in Bezug auf den Grad, wie weit sich diese dimmen lassen.

Zum Dimmen gibt es verschiedene Arten von Dimmern. Unterschieden werden zum Beispiel der Phasenanschnittdimmer und der Phasenabschnittdimmer. Daneben gibt es noch andere Dimm-Verfahren etwa über eine sogenannte DALI-Schnittstelle. DALI steht für Digital Adressable Lighting Interface. Wie schon angesprochen, sollte man immer vor einem Kauf überprüfen, welcher Dimmer mit welcher LED-Lampe kompatibel ist, und welche LED-Lampe überhaupt dimmbar ist.

Es kann auch sein, dass der Dimmer mit dem Vorschaltgerät nicht kompatibel ist. Solche Vorschaltgeräte könnten zum Einsatz kommen, falls die LED-Lampe über keinen integrierten Umwandler von AC (alternating current, auf Deutsch: Wechselstrom) in DC (direct current, auf Deutsch: Gleichstrom) verfügt. LEDs benötigen Gleichstrom zum Funktionieren. Diese Vorschaltgeräte werden auch LED-Treiber genannt.

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LED-Lampen-Lebensdauer

Die Lebensdauer von LED-Lampen ist im Unterschied zu anderen Leuchtmitteln viel höher. Im Vergleich zu Glühbirnen zum Beispiel: Da LED-Lampen nur wenig Hitze entwickeln, gibt es auch keinen so großen Materialverschleiß wie bei Glühlampen. Hier ist eine Übersicht über die Lebensdauer je nach Art des Leuchtmittels:

  • Glühbirne: circa 1000 Stunden
  • Halogenleuchte: circa 3000 Stunden
  • Kompaktleuchtstofflampe (Energiesparlampe): circa 6000 Stunden
  • LED-Lampe: bis zu 45.000 Stunden

Ein LED-Lebensdauer-Test der Stiftung Warentest hätte ergeben, dass die getesteten LED-Lampen bis zu 45.000 Stunden gleichbleibend hell strahlen würden. Die Stiftung Warentest schreibt auch, dass im Vergleich dazu die Helligkeit bei Kompakt­leucht­stofflampen häufig bereits nach 6000 Stunden deutlich nachlasse oder die Lampen sogar ausgefallen seien. Glüh­lampen würden noch schneller kaputt gehen.

Welche LED-Lampen gibt es?

Es gibt zahllose verschiedene Arten von LED-Lampen: LED-Deckenleuchten, LED-Streifen, LED-Lichterketten, LED-Lichter oder etwa den LED-Lichterschlauch. Außerdem gibt es LED-Lampen mit Zusatzfunktionen, wie LED-Lampen mit Fernbedienung, LED-Lampen mit Bewegungsmelder oder LED-Lampen mit Wi-Fi (WLAN), Bluetooth oder ZigBee.

LED-Deckenleuchte

Eine LED-Deckenleuchte ist, wie der Name schon verrät, für die Zimmerdecke gedacht oder etwa als Flurlampe für die Decke des Flurs. Man bezeichnet diese Lampen auch als Deckenlampen.

LED-Deckenleuchten gibt es in verschiedenen Formen. Es gibt runde Deckenlampen, deren Lampenschirme relativ flach sein können und häufig aus Kunststoff bestehen, der lichtdurchlässig ist.

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Daneben gibt es aber auch Deckenlampen mit sogenannten Spots, auch Spotbalken genannt. An diesem Balken können sich mehrere Strahler befinden, mit denen man punktuell bestimmte Bereiche ausleuchten kann.

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LED-Spotbalken
 

LED-Streifen

LED-Streifen, die vom Prinzip her wie eine Lichterkette aufgebaut sind, enthalten mehrere LEDs, die in einem bestimmten Abstand zueinander auf einem Kunststoffstreifen angebracht werden, der zugleich als Kabel dient. Diese LED-Streifen werden sowohl mit farbigen LEDs als auch nur mit weißen LEDs hergestellt.

Teilweise gibt es LED-Streifen, die mit einer Fernbedienung im Paket kommen. Über die Fernbedienung kann man mitunter den Farbton wechseln. Es gibt aber auch LED-Streifen, die über eine App gesteuert werden, und bei denen man den gewünschten Farbton des Lichts selbst einstellen kann. Auch dimmbare LED-Streifen gibt es.

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LED-Streifen
 

LED-Lichterkette

Neben den LED-Streifen, die teilweise auch als LED-Lichterketten bezeichnet werden, gibt es noch die klassischen Lichterketten, ähnlich wie man sie auch von den Glühbirnen-Varianten her kennt. Bei diesen LED-Lichterketten werden entlang eines Kabels in bestimmten Abständen LEDs platziert.

Es gibt diese LED-Lichterketten auch mit Fernbedienung. Bei bestimmten Modellen kann man mit der Fernbedienung das Licht ein- und ausschalten oder etwa dimmen. Sogar Lichterketten, die mit Batterien funktionieren, werden teilweise mit einer Fernbedienung geliefert. Und es gibt LED-Lichterketten nicht nur mit weißen LEDs, sondern auch mit bunten LEDs.

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LED-Lichter

Mit LED-Lichtern bezeichnet man zum Beispiel sogenannte Schranklichter, also LED-Lampen, die man in einem Schrank einbaut. Auch für kleine LED-Lampen, die man zum Beispiel in Ballons nutzen kann, wird der Begriff LED-Lichter verwendet. Der Begriff LED-Lichter wird aber auch zur Bezeichnung von LED-Lampen zu vielen weiteren Einsatzzwecken und auch für die verschiedensten LED-Lampen-Typen verwendet; der Begriff ist also etwas schwammig.

 

LED-Lichterschlauch

Eine andere Art von Lichterketten sind Lichtschläuche. Auch einen LED-Lichterschlauch gibt es. Hier befindet sich das Stromkabel in dem Schlauch, und an dem Stromkabel befinden sich in regelmäßigen Abständen LEDs.

Einen LED-Lichtschlauch gibt es mit farbigen oder nur weißen LEDs, und es gibt Lichtschläuche mit oder ohne Fernbedienung.

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LED-Lampe mit Fernbedienung

Es gibt LED-Lampen mit Fernbedienung, und es gibt solche ohne Fernbedienung. Bei den Lichterketten, Lichterschläuchen und LED-Streifen findet man zum Beispiel Ausführungen mit Fernbedienung.

Eine andere Art der Fernbedienung ist die Steuerung einer LED-Lampe über eine App. Man kann die Lampen über eine Fernsteuerung nicht nur ein- oder ausschalten, sondern teilweise auch dimmen oder die Farben verändern.

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LED-Lampe mit Bewegungsmelder

Natürlich gibt es auch LED-Lampen, die mit einem Bewegungsmelder gekoppelt sind. Auf diese Weise kann man zum Beispiel im Außenbereich sicherstellen, dass das Licht angeht, wenn man nach Hause kommt oder sich zum Beispiel unliebsame Gäste den eigenen vier Wänden nähern.

 

Aber auch für den Innenbereich gibt es LED-Lampen mit Bewegungsmelder, zum Beispiel als sogenanntes Nachtlicht. Diese Art Licht kann vor allem zur Orientierung dienen, wenn man sich nachts in einem Zimmer bewegen muss, aber nicht direkt an den Lichtschalter kommt, oder aus Rücksicht vor anderen nicht das eigentliche Licht im Zimmer anmachen möchte.

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LED-Lampe Wi-Fi (WLAN)

Von Wi-Fi-Lampen spricht man in der Regel, wenn man diese über das WLAN steuern kann, also zum Beispiel über das Smartphone oder ein Tablet. Es gibt auch LED-Lampen mit Wi-Fi-Steuerung.

Bei LED-Lampen für Wi-Fi sollte eigentlich kein separates Netzwerk wie Bluetooth oder ZigBee nötig sein.

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Smarte LED-Lampe mit Bluetooth-Steuerung

Es gibt auch sogenannte smarte LED-Lampen, die man mit Hilfe einer App über Bluetooth steuern kann. Bestimmte Anbieter bieten auch die Steuerung über das sogenannte ZigBee-Netzwerk an. Dabei funktioniert ZigBee ähnlich wie ein WLAN-Netzwerk.

Es kann aber erforderlich sein, dass man neben ZigBee trotzdem noch ein WLAN-Netzwerk zur Steuerung der jeweiligen LED-Lampen benötigt.

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Problembehandlung

Ist die LED defekt, wenn sie kein Licht mehr abgibt, oder liegt das an etwas anderem? Wenn die LED zum Beispiel mit einem Trafo (Transformator) verbunden ist, könnte natürlich auch der Trafo defekt sein. Aber kann man nicht einfach die LED testen? Diese und andere Fragen zu Problemen mit LED-Lampen beantworten wir im Folgenden.

LED-Lampen flackern

Wenn die LED-Lampe flackert, kann das daran liegen, dass der sogenannte LED-Treiber in der LED-Lampe defekt ist. Der LED-Treiber ist ein Vorschaltgerät, das den Wechselstrom, der etwa aus der Steckdose kommt, in Gleichstrom umwandelt. Der Gleichstrom ist nötig, damit die LED-Lampe funktioniert.

Es kann auch sein, dass schlicht der falsche LED-Treiber zum Einsatz kommt und es deswegen zum Flackern der LED-Lampe kommt.

Das Flackern der LED-Lampe kann auch dadurch entstehen, dass der Dimmer nicht LED-fähig ist. Auch wäre denkbar, dass die LED-Lampe selbst gar nicht dimmbar ist. Man muss beim Kaufen einer LED-Lampe immer darauf achten, dass auf der Verpackung steht, dass die Lampe dimmbar ist, wenn man eine dimmbare LED haben möchte.

Kann man eine LED testen?

Wenn eine LED-Lampe nicht mehr funktioniert, stellt sich die Frage, ob man die LED testen kann. Von Glühbirnen kennt man kleine Lampenprüfgeräte, auch Lampentester oder Birnentester genannt. Bei diesen wird die Durchgangsspannung geprüft, wozu es ausreicht, diese Lampentester mit Batterien zu betreiben. Allerdings funktionieren diese Glühlampentester, die die Spannung auf Durchgang prüfen, nicht bei LED-Lampen.

LED-Lampen entsorgen

LED-Lampen gehören nicht in den Hausmüll. Stattdessen sind LEDs in der Altlampensammlung zu entsorgen. Aber wo findet man solche Sammlungen zum Entsorgen von LED-Lampen? Zum einen gibt es Geschäfte – etwa Baumärkte – die Sammelbehälter aufgestellt haben, in denen man LED-Lampen entsorgen kann. Oder man geht zu einem Wertstoffhof (auch Recyclinghof genannt) und entsorgt seine LED-Lampe dort.

Gemäß § 2 I ElektroG (Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten, kurz: Elektro- und Elektronikgerätegesetz) in Verbindung mit der Anlage 1 Nr. 3 des ElektroG fallen LED-Lampen unter das ElektroG. In § 17 I 1 EletroG ist die Rücknahmepflicht der Verkäufer geregelt:

“Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern sind verpflichtet,

1. bei der Abgabe eines neuen Elektro- oder Elektronikgerätes an einen Endnutzer ein Altgerät des Endnutzers der gleichen Geräteart, das im Wesentlichen die gleichen Funktionen wie das neue Gerät erfüllt, am Ort der Abgabe oder in unmittelbarer Nähe hierzu unentgeltlich zurückzunehmen, und

2. auf Verlangen des Endnutzers Altgeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, im Einzelhandelsgeschäft oder in unmittelbarer Nähe hierzu unentgeltlich zurückzunehmen; die Rücknahme darf nicht an den Kauf eines Elektro- und Elektronikgerätes geknüpft werden und ist auf fünf Altgeräte pro Geräteart beschränkt.”

Gesundheit und LED-Lampen

Ist LED-Licht schädlich? Nach einer aktuellen Studie sei blaues Licht, wie es zum Beispiel von LED-Lampen ausgestrahlt wird, zumindest für die Fruchtfliege schädlich, da dieses Licht den Alterungsprozess beschleunige und die Lebenszeit der Fliege verkürze.

Zum Thema “LED und schädlicher Blauanteil” sagt Professorin Jadwiga Giebultowicz, eine der Beteiligten an der Fliegen-Studie:

“Und mit dem weit verbreiteten Einsatz von LED-Beleuchtung und Gerätedisplays ist der Mensch immer mehr Licht im blauen Spektrum ausgesetzt, da herkömmliche LEDs einen hohen Anteil an blauem Licht abgeben. Aber diese Technologie, die LED-Beleuchtung, wurde selbst in den meisten entwickelten Ländern noch nicht lange genug eingesetzt, um ihre Auswirkungen auf die gesamte menschliche Lebensspanne zu kennen.”

In der Studie sei auch beobachtet worden, dass eine blaue LED schädlich fürs Auge (Netzhaut) der Fruchtfliegen gewesen sei, aber auch schädliche Einwirkungen auf Gehirnneuronen (Nervenzellen) seien beobachtet worden. Sogar bei denjenigen Fruchtfliegen, bei denen die Entwicklung von Augen unterblieben war, habe sich die Schädlichkeit von blauem Licht gezeigt. Denn auch bei diesen mutierten Fliegen seien Gehirnschäden und Bewegungseinschränkungen beobachtet worden.

LESE-TIPP: Studie: LED schädlich für Tiere (Fruchtfliegen)

Zur Schädlichkeit von LED-Lampen beziehungsweise von blauem Licht gibt es aber noch weitere Studien. Insbesondere war vor Kurzem eine Studie erschienen, die die bisherige Annahme entkräftet hat, dass blaues Licht eine Störung für das Schlafverhalten des Menschen bedeuten würde.

Timothy Brown, einer der Studienautoren, sagt zur Untersuchung der Auswirkungen von blauem Licht auf die innere Uhr: “Wir zeigen, dass die herrschende Ansicht, wonach blaues Licht die stärkste Wirkung auf die Uhr hat, fehlgeleitet ist; tatsächlich haben die blauen Farben, die mit der Dämmerung verbunden sind, eine schwächere Wirkung als weißes oder gelbes Licht gleicher Helligkeit.”

Nach Aussage des Forschungsteams würde der menschliche Körper sowohl eine schwache Lichtintensität als auch einen höheren Blauanteil dahingehend interpretieren, dass nun Schlafenszeit sei. Vor dem Hintergrund der Fruchtfliegen-Studie ist aber fraglich, ob blaues Licht gezielt vor dem Schlafengehen eingesetzt werden sollte.

LESE-TIPP: Blaues Licht vor dem Einschlafen doch nicht schlecht?

Einsatzgebiete von LEDs

Die LED-Technik wird mittlerweile in sehr vielen Bereichen eingesetzt, in denen man früher noch Glühbirnen, Halogenlampen oder andere Beleuchtungsmittel genutzt hat:

  • Beleuchtung im Haushalt
  • Beleuchtung von Produktions- und Lagerhallen
  • Taschenlampen
  • Fischerei (Beleuchtung von Fischernetzen)
  • Autos (z.B. Scheinwerfer)
  • Ampeln
  • Straßenbeleuchtung
  • Blitzlicht (z.B. in Smartphones)

Im Grunde kann man sagen, dass LEDs mittlerweile überall dort zum Einsatz kommen, wo Licht erzeugt werden soll.

LESE-TIPP: LED-Lampen am Kiemennetz