Die coolsten Raspberry-Pi-Projekte: Zum Nachbauen und Nachmachen

Mit dem Einplatinen-Computer Raspberry Pi kann man unzählige Projekte realisieren. Wir haben die coolsten Projekte zusammengesucht.

Ausserdem haben wir die Projekte in einer Rangfolge aufgeführt. Die Umsetzungen mit dem Raspberry Pi, die uns am besten gefallen haben, zeigen wir zuerst.

Eigentlich sollten mit dem Raspberry Pi Menschen dazu animiert werden, sich für Computer zu interessieren, da es an der Universität Cambridge immer weniger Bewerber für das Studium der Computerwissenschaften gab. Das Ziel, Interesse für den Raspberry Pi zu wecken, wurde übererfüllt. Der Mini-Computer ist ein wahres Erfolgsprojekt geworden. Seit seiner Einführung im Februar 2012 bis Ende 2017 hat die Raspberry Pi Foundation 17 Millionen Exemplare des Einplatinen-Computers verkauft.

Der Name Raspberry Pi soll übrigens ein lustiges Wortspiel sein. Zum einen erinnert es an Himbeer-Kuchen. Raspberry ist Englisch und heißt auf Deutsch Himbeere. Pie ist ebenfalls Englisch und heisst ins Deutsch übersetzt Kuchen. Für eine Frucht hat man sich entschieden, da auch andere Computer-Konzerne eine Frucht im Namen tragen: Apple zum Beispiel. Das zweite Wort im Namen, Pi, steht für „Python interpreter“. Denn Python ist sollte die bevorzugte Programmiersprache für den Raspberry Pi sein.

 
 

Platz 1: Eigenen Amazon-Echo bauen

Amazon erlaubt Entwicklern, Geräte für den Alexa-Voice-Service zu bauen. Daher kann man sich auch seinen eigenen “Echo”-Raspberry-Pi bauen. Für dieses Projekt benötigt man einen Raspberry Pi 3 (idealerweise), ein MicroUSB-Ladekabel, ein USB-Mikrofon, einen Lautsprecher und eine MicroSD-Karte. Während der Durchführung der Projektarbeiten braucht man außerdem eine Maus, eine Tastatur und einen Monitor.

Hier findet sich eine schriftliche Anleitung für die Konstruktion eines “Echo”-Raspberry-Pi.

In folgendem Video findet sich eine audio-visuelle Anleitung:
 

 

Platz 2: GIF-Kamera mit Raspberry Pi

Seit einigen Jahren sind GIFs wieder voll im Trend. Wieso sollte man sich dann nicht gleich bei der Aufnahme für dieses Format entscheiden. Die Kamera kann man sich selbst bauen; mit dabei der Raspberry Pi. Eine mögliche GIF-Kamera-Ausführung ist die sogenannte PIX-E-Camera. Hier ist die Anleitung zu diesem Projekt.

Und so sollen die GIFs aussehen, die man mit der PIX-E-Camera schießen kann.

Übrigens: Die ersten GIFs wurden im Jahr 1987 verbreitet. Der Erfinder des GIF, Steve Wilhite, hat übrigens im Jahr 2013 gegenüber der New York Times klargestellt, dass das G in GIF weich ausgesprochen wird, also wie JIF.

Platz 3: Magic Mirror – magischer Spiegel

Wer möchte nicht gerne beim Ankleiden wissen, wie das Wetter wird. Am besten wird diese Information im Spiegel angezeigt, hat sich die Magic-Mirror-Community gedacht. Diese magischen Spiegel haben ein Display verbaut und sind mit einem Raspberry Pi verbunden. So können wichtige Informationen im Spiegel angezeigt werden. Zu den denkbaren Anzeigen zählt die Temperatur, die Uhrzeit, die letzten Nachrichten und darüber hinaus noch vieles mehr.

Im folgenden Video sieht man, wie ein magischer Spiegel (Magic Mirror) mit Hilfe eines alten Bildschirms und einem Raspberry Pi gebaut werden kann:
 

 

Platz 4: Binäre Uhr mit Raspberry Pi

Wer eine außergewöhnliche Art sucht, sich das Datum und die Uhrzeit anzeigen zu lassen, kann sich eine binäre Uhr mit dem Raspberry Pi bauen. Eine Anleitung zu diesem Projekt findet sich hier. Untenstehendes Video dient der Illustration, wie eine binäre Raspi-Uhr aussieht.

Das Ganze liest sich wie folgt: In der ersten LED-Reihe von oben wird das Jahr angegeben, darunter der Monat, Tag, Stunde, Minute, Sekunde und in der vorletzten LED-Reihe die hundertstel Sekunde. Jede LED steht für einen bestimmten Wert (Zahl). Die LEDs der ersten Spalte von rechts stehen für die 1. Danach folgen von rechts nach links gelesen die Werte (Zahlen) 2, 4, 8, 16, 32 und 64. Um herauszufinden, welcher Tag, Jahr und so weiter angezeigt wird, muss man alle Werte zusammenaddieren, bei denen eine LED leuchtet.

Auf der Uhr im Video wird also der 20.12.2015 angezeigt. Das Jahr ergibt sich aus der Addition der beleuchteten Werte in der ersten Reihe von oben: 1 + 2 + 4 + 8 = 15. Der Monat aus der Addition von 4 und 8 in der zweiten Reihe, da die LEDs, die für diese Werte stehen aufleuchten. Für den Tag wird die 4 und 16 angezeigt. Genauso verfährt man, wenn man die Uhrzeit ablesen möchte, die in den Reihen darunter abgebildet wird.

 

 
 

Platz 5: Projekt Alias macht Alexa taub

Wer einen Amazon-Echo- oder Google-Home-Lautsprecher hat und nicht möchte, dass der Lautsprecher alles mithört, kann sich jetzt ein Gerät basteln, welches das Mikrofon der intelligenten Helfer abschirmt – durch Störgeräusche. Erst wenn man den sogenannten Parasiten durch ein vorher festgelegtes Code-Wort deaktiviert, hört auch Alexa oder Google Home wieder auf die Befehle, die man ihnen erteilt. Der Parasit wurde im Rahmen des Projektes Alias entwickelt. Hier ist die Bastelanleitung zum Nachbauen.

Für das Projekt benötigt man Folgendes: einen Raspberry Pi, einen 3D-Ausdruck, ein Mikrofon und zwei Lautsprecher.

 

Platz 6: Beratungs-Maschine

Wer einen guten Ratschlag braucht, fragt entweder einen Freund oder diese Maschine hier. Umso mehr Geld man hineinschmeiße, desto bessere Ratschläge würde man bekommen, sagt ihr Erbauer. Die Sprüche kommen von einer Fortune-Datenbank und die Steuerung übernimmt der Raspberry Pi. Leider gibt es keine Anleitung, wie man das Ganze zusammensetzt.