Marvin Minsky

Marvin Lee Minsky (geboren: 9. August 1927 in New York; gestorben: 24. Januar 2016 in Boston, Massachusetts) war einer der Pioniere auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Er gehörte zu den Gründervätern der Künstlichen-Intelligenz-Forschung. Minsky war Teil des ersten wissenschaftlichen Projektes, für dessen Forschungsantrag John McCarthy im Jahr 1955 erstmals den Begriff Künstliche Intelligenz verwendete.

Society of Mind

Was Minsky von statistischen Ansätzen in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hält, hat er im ersten Teil seiner Vorlesung am MIT im Jahr 2011 verraten:

“Fast alle jungen Leute, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen, schauen sich um und fragen: Was ist angesagt? Statistisches Lernen. Also werde ich das tun. Das ist genau der Weg, um sich wissenschaftlich zu töten. Du willst nicht das Populärste machen. Du willst wissen, worin Du wirklich gut bist? Das ist etwas anderes. Und Du willst wissen, wie die Chancen stehen, dass das etwas Neues hervorbringt.”
(Marvin Minsky, Vorlesung “Society of Mind”, 1. Introduction, Zeitstempel: 48:53, MIT 2011)

Vorlesung von Marvin Minsky zu seiner Theorie “The Society of Mind” im Jahr 2011 am MIT (Massachusetts Institute of Technology):

 

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • The Emotion Machine
  • The Society of Mind (Deutscher Titel: Mentopolis)
  • Inventive Minds: Marvin Minsky on Education
  • Semantic Information Processing
  • Perceptrons