Vegan Dating App (kostenlos) – Test, Vergleich und Erfahrungen

 
Robert Züblin | 16.06.2020 | 01:40 Uhr – aktualisiert am: 21.06.2020 | 20:05 Uhr
 
 
ÜBERSICHT

Tinder
Veggly
LOVOO

Ich habe mich auf die Suche nach einer kostenlosen Vegan Dating App gemacht, aber auch gängige Dating Apps darauf getestet, ob man darüber Veganer beziehungsweise Veganerinnen findet.
 

Meine Erfahrungen mit den Dating Apps, vegan oder nicht, habe ich hier zusammengetragen. So könnt Ihr leicht selbst den Vergleich machen, welche (vegane) Dating App Euch am meisten zusagt, um vegane Partner in Deutschland aber auch weltweit im Ausland zu finden, wobei ich darauf geachtet habe, dass man diese Apps auch in einer Version nutzen kann, die kostenlos ist.

Liebespaar vor der Zeit vom Online-Dating.
Liebespaar vor der Zeit von Dating Apps
[Fotograf: Heinz Hirndorf, Quelle: Bundesarchiv/ Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de]

 

Tinder auch für Veganer?

Geht Veggie Dating auch auf Tinder. Die Antwort lautet grundsätzlich ja. Denn auch auf Tinder findet man Veganer, oder in meinem Fall Veganerinnen. Man kann zwar nicht direkt nach Personen suchen, die vegan sind. Aber man kann anderen gleich auf dem Profilbild in einem kurzen Text mitteilen, dass man selbst vegan ist.

Ich habe gleich als Erstes auf meinem Profilbild das Wort „vegan“ geschrieben, und das sticht natürlich ins Auge. Entsprechend wird man dann auch von Veganerinnen oder Veganern gelikt. Tinder ist also nicht direkt eine vegane Dating App, dennoch kann man sich als Veganer oder Veganerin kenntlich machen, was die Wahrscheinlichkeit eines Matches mit einem Veganer oder einer Veganerin deutlich erhöhen dürfte.

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Man hat zwar die Möglichkeit kostenlos gematcht zu werden und kann dem Match auch ohne kostenpflichtiges Abo schreiben. Wer einen gelikt hat, ohne ein Match zu sein, sieht man allerdings nur, wenn man ein kostenpflichtiges Abo – „Tinder Gold“ genannt – abschließt, wobei man zwischen einem Monat (32,99 €), sechs Monaten (20,67 €/ Monat) und zwölf Monaten (13,75 €/ Monat) wählen kann.

Außerdem hat man nach einer Weile keine Möglichkeit mehr, selbst Likes zu vergeben und muss dann 12 Stunden lang warten, bis man ein neues Kontingent erhält. Wie hoch genau das Limit für die Likes bei Tinder ist, ist nicht bekannt. Wer nicht zwölf Stunden warten möchte, bis er neue Likes vergeben darf, muss ein anderes kostenpflichtiges Abo – „Tinder Plus“ genannt – abschließen, wobei man die Wahl zwischen einem Monat (21,99 €), sechs Monaten (12,50 €/ Monat) und zwölf Monaten (8,33 €/ Monat) hat.

Daneben gibt es noch die Funktion Super-Like, die Gratis-Nutzer theoretisch nur einmal am Tag nutzen können; allerdings kam es wiederholt vor, dass ich mehr als einen Super-Like am Tag vergeben konnte. Mit „Tinder Plus“ soll man grundsätzlich fünf Super-Likes am Tag vergeben können. Der Vorteil am Super-Like: Der oder die so Gelikte erhält eine Nachricht darüber. Von einem normalen Like erfährt der oder die Gelikte nur, wenn diese Person den Likenden auch gelikt hat, oder in der kostenpflichtigen Tinder-Version „Tinder Gold“ schaut, wer einen gelikt hat. Die gefühlte Match-Wahrscheinlichkeit beim Super-Liken ist höher. Oder anders formuliert: Schon wenige Super-Likes genügen, um darüber ein Match zu erhalten.

Das erste Match war gleich mit einer Veganerin. Dann folgten noch drei weitere Matches – alles innerhalb der ersten Tage. Plötzlich war aber auf einmal Schluss mit Matches und auch bei den Likes des eigenen Profils ging es nicht wirklich voran; und das, obwohl ich fleißig jeden Tag geswipt habe.

Nach zwei Wochen bei Tinder habe ich jetzt zwar mehrere Matches, und nach und nach kommen neue dazu, aber die Kommunikation läuft eher spärlich. Es ist auch nicht gerade so, dass sich hier viele Veganerinnen als solche im Text auf ihren Profilbildern zu erkennen geben.

Insgesamt muss man sagen, dass Tinder keine spezielle Dating-App für Veganer und Veganerinnen ist, aber durchaus die Möglichkeit besteht, dort Veganer und Veganerinnen kennenzulernen. Allerdings muss man viel Geduld aufbringen; jedenfalls in der kostenlosen Tinder-Version. Und es empfiehlt sich, im eigenen Profil deutlich zu machen, dass man Veganer oder Veganerin ist, wenn man nach einem Match sucht, das sich genauso vegan ernährt wie man selbst.

Veggly – die vegane Dating App

Die Vegan Dating App Veggly richtet sich explizit an Veganer und Veganerinnen sowie Vegetarier und Vegetarierinnen. Zunächst muss man sich für das Veggie Dating innerhalb der App registrieren, indem man seine E-Mail eingibt und ein Passwort festlegt. Anschließend erhält man einen Code an die angegebene E-Mail-Adresse zugesendet, den man dann zur Bestätigung eben dieser E-Mail-Adresse in der Veggly-App eingeben muss.

Sobald die E-Mail-Adresse bestätigt wurde, kann man sein Profil vervollständigen. Unter anderem kann man dort angeben, ob man sich vegan oder vegetarisch ernährt oder auswählen „Bin dran“, womit wohl zum Ausdruck kommen soll, dass sich jemand große Mühe gibt, sich vegan oder vegetarisch zu ernähren, aber die Umstellung noch nicht komplett geschafft hat. Grundsätzlich ist die vegane Dating-App Veggly kostenlos.

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Beim Hochladen eines Fotos reagiert die App etwas langsam. Hat man durch Antippen einer grauen Box geschafft, dass sich das entsprechende Menü zum Hochladen des Fotos mit der Option „Aus der Galerie auswählen“ öffnet, muss man der Veggly-App noch den Zugriff auf die auf dem Smartphone befindlichen Fotos erlauben. Nach Erteilung der Erlaubnis muss man aber noch einmal auf eine der grauen Boxen tippen und dann noch einmal auf „Aus der Galerie auswählen“.

Nachdem man das Vervollständigen des Profils mit dem Hochladen zumindest eines Profilfotos abgeschlossen hat, kann man durch das Antippen des „Start“-Buttons in der unteren Menü-Leiste mit der Suche nach dem passenden Date beginnen.

Man kann dann den Filter zum Beispiel so einstellen, dass einem andere Veganer, Vegetarier oder Bin-dran-Umsteller nach der Entfernung sortiert angezeigt werden. Und tatsächlich gibt es in einer Stadt wie Berlin einige Veganerinnen, die sich in der Nähe befinden. Man kann dann bei jedem Profil entweder „Gefällt mir“ antippen oder ein „Super Like“ vergeben; oder man scrollt einfach weiter runter. Ein wegswipen wie bei Tinder ist also nicht nötig.

Ein „Super Like“ (Veggly Coin) bekommt man bei Veggly nach dem Vervollständigen des Profils kostenlos. Gibt man einen „Super Like“, kann man sofort eine Nachricht an den Inhaber oder die Inhaberin des super-gelikten Profils schicken. Beim Antippen von „Gefällt mir“ kann man erst Nachrichten austauschen, wenn die so gelikte Person auch bei einem selbst auf „Gefällt mir“ getippt hat, es also zu einem sogenannten „Veg-Match“ kommt.

Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ kann man seine Vorlieben eingeben; einschränken kann man sowohl die Entfernung zu anderen Profilinhabern und -inhaberinnen als auch die Altersspanne.

Im Veggly Shop, den man ebenfalls über die „Einstellungen“ aufrufen kann, ist es möglich, Veggly Coins zu erwerben. Für einen Veggly Coin, der 1,09 € kostet, kann man einen „Super Like“ vergeben. Kauft man mehrere Coins auf einmal, bekommt man einen Rabatt.

Außerdem kann man im Veggly Shop das Veggly Premium-Abo buchen. Für einen Monat zahlt man 5,49 €, kann dafür aber sehen, wem man gefällt. Zusätzlich fällt bei Veggly Premium die Werbung weg und man erhält drei Veggly Coins pro Monat, kann also drei „Super Likes“ vergeben. Bucht man Veggly Premium für drei, sechs oder zwölf Monate, erhält man ebenfalls einen Rabatt, der umso größer ausfällt, je höher die Anzahl der Monate bei den jeweiligen Optionen ist.

Schon am ersten Tag habe ich die ersten Likes erhalten, die aber – jedenfalls bislang – zu keinem Match geführt haben. Um zu sehen, wer von diesen Nicht-Matches einen gelikt hat, muss man wie gesagt das kostenpflichtige „Veggly Premium“ abonnieren. Beim Test der kostenlosen Veggly-Version ist mir bei der Nutzung des Filters „online“ aufgefallen, dass es am Ende relativ wenige vegane Frauen gibt, die hier in Berlin aktiv sind. Es bleibt abzuwarten, welche Erfahrungen sich daraus ergeben; denn zumindest hat man bei Veggly im Vergleich zu Tinder und LOVOO eine wesentlich größere Chance Veganerinnen und Veganer als solche zu erkennen. Hier sollte man am ehesten vegane Partner finden.

Vegane Partner bei LOVOO finden?

Die Anmeldung bei LOVOO ist schnell erledigt. Einfach E-Mail eintippen, Passwort festlegen, den anzuzeigenden Namen eingeben, das Geburtsdatum eintragen und ein Foto hochladen; schon kann man mit dem Swipen bei LOVOO loslegen. Im Vergleich zu Tinder kann man sagen: Im Grunde funktioniert LOVOO ähnlich wie Tinder, was das Swipen anbelangt. In der Basisversion ist LOVOO kostenlos.

Wenn man seine E-Mail bestätigt, erhält man 25 Credits. Credits erlauben es einem, Profile aufzudecken, die ein Interesse am eigenen Profil bekundet haben, also Nutzer zu erkennen, die sich das eigene Profil näher angeschaut haben. Für jedes Aufdecken eines Profils eines solchen Interessenten oder einer solchen Interessentin muss man 20 Credits zahlen. Eine andere Möglichkeit Credits zu erwerben, ist die Verifizierung des eigenen Accounts. Dafür erhält man 100 Credits, und außerdem wird im Profil durch die Angabe „Verifiziertes Mitglied“ die Echtheit des eigenen Profils zum Ausdruck gebracht.

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Auch bei der sogenannten „Überraschung des Tages“ kann man kostenlose Credits erhalten. Wer keine Geduld hat, auf diesem Wege weitere Credits zu erhalten, kann zusätzliche Credits auch kaufen. 500 Credits kosten zum Beispiel 4,99 €; 1000 Credits 9,99 €. Erwirbt man höhere Credit-Volumen, erhält man einen Rabatt.

Man kann sein Profil relativ schnell um weitere wichtige Angaben wie etwa die Körpergröße und den schulischen beziehungsweise beruflichen Abschluss ergänzen. Auch das Schreiben eines „Über mich“-Textes ist möglich, der aber leider nicht auf dem Profilfoto dargestellt wird, sondern weiter unten im Profil, das erst erscheint, wenn man auf das Foto tippt. Das ist bedauerlich, weil man so den anderen Nutzern nicht direkt mitteilen kann, dass man vegan ist, während diese nur Swipen; jedenfalls nicht wörtlich. Um zu erfahren, dass man vegan ist, müssen die anderen Nutzer oder Nutzerinnen also entweder das Profilfoto anklicken, um sich den Rest des jeweiligen Profils anzuschauen. Oder man fügt das Sämling Emoji (Seedling) 🌱 hinter dem Profilnamen ein. Denn das Sämling-Emoji gilt als Symbol für die vegane Ernährung oder den Veganismus. Wer Bescheid weiß, sieht dann an diesem Emoji 🌱, dass man vegan ist, ohne die „Über mich“-Beschreibung durch Anklicken des Profilfotos lesen zu müssen.

Wie bei den anderen Dating-Apps sieht man auch bei LOVOO erst dann, wer von den Nicht-Matches einen gelikt hat, wenn man die kostenpflichtige Version nutzt, die hier „LOVOO Premium“ heißt. Ein Monat der kostenpflichtigen Version kostet 19,99 €. Drei Monate kosten insgesamt 38,99 €, und zwölf Monate kosten 119,99 € insgesamt. Weitere Vorteile der bezahlten Mitgliedschaft ist die Möglichkeit, unbegrenzt Swipen zu können. Außerdem kann man bei der Nutzung von „LOVOO Premium“ drei Icebreaker am Tag verschicken. Ein Icebreaker ist vergleichbar mit einem Super-Like bei Tinder oder Veggly. Man kann gleich eine Nachricht an den Nutzer schreiben, wenn man einen Icebreaker einsetzt.

Das besondere an LOVOO ist die Umgebungssuche mit dem LOVOO-Radar. Das Umgebungsradar zeigt einem an, welche LOVOO-Nutzer sich gerade in der Nähe befinden. Anders als bei Tinder, kann man in der Gratis-Version der LOVOO-App auch die Zurück-Funktion nutzen. Bei Tinder geht das nur in einer kostenpflichtigen Version.

Über die Cherry-Like-Funktion hilft einem LOVOO nach der Beantwortung einiger Fragen dabei, jemanden zu finden, der zu einem passt und macht entsprechende Vorschläge.

Um LOVOO als vegane Dating App zu nutzen, sollte man vielleicht visuell auf dem Profilfoto deutlich machen, dass man sich vegan ernährt.

Vorsicht sollte man walten lassen, wenn man von einem Match gleich nach den ersten paar Zeilen nach WhatsApp gefragt wird, also der Herausgabe seiner Handynummer. Das könnte eine Masche sein. Im Internet kursieren Berichte, dass man dann auf WhatsApp von dem Match gebeten werde, eine andere Plattform zu nutzen, bei deren Nutzung aber Kosten entstehen könnten. Als Lockmittel, um zur anderen Plattform zu wechseln, erhalte man auf WhatsApp freizügige Fotos von dem ursprünglichen LOVOO-Match.

Hier siehst Du, welche Dating Apps kostenlos sind – zumindest teilweise:

  • Tinder
  • Veggly
  • LOVOO