Unwetterwarnung vor Orkan “Sabine” durch Deutschen Wetterdienst

Hoher Wellengang bei stürmischem Wetter an der Ostsee-Küste.
Auch an der Ostsee wird vor Orkanböen – allerdings der Stufe 2 – gewarnt
[Fotograf: Jürgen Sindermann, Quelle: Bundesarchiv/ Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de, Kolorierung: Robert Züblin]
Robert Züblin – 08.02.2020, 21:58 Uhr

Die Bundesoberbehörde Deutscher Wetterdienst hat wegen des Orkans “Sabine” eine amtliche Unwetterwarnung für Teile Deutschlands bekannt gegeben und warnt teilweise sogar vor extremen Orkanböen mit bis zu 180 km/h – höchste Alarmstufe 4.

Orkantief Sabine für Sonntag erwartet

Die Unwetterwarnung wegen des Orkans “Sabine”, die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ausgesprochen wurde, bezieht sich als solche der Stufe 3 insbesondere auf Gebiete an der Nordseeküste, Gebiete bei Aachen und andere Regionen in Mitteldeutschland. In weiten Teilen Ostfrieslands zum Beispiel werden Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 110 km/h und 130 km/h erwartet.

Fast für den ganzen Rest von Deutschland wird vor Sturmböen, schweren Sturmböen, Orkanböen oder orkanartigen Böen gewarnt. In Bezug auf das Gebiet zwischen Berlin und der Grenze zu Polen wird allerdings nur vor Windböen gewarnt, die Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreichen könnten.

Die Unwetterwarnung für Ostfriesland gilt zum Beispiel ab Sonntagvormittag bis Montag. Für andere Gebiete in Deutschland werden aber zum Beispiel Warnungen vor Sturmböen von Sonntagmorgen bis Dienstag auf der Seite des DWD ausgesprochen.

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Höchste Warnstufe für Brocken im Harz

Für den Harz hat der Deutsche Wetterdienst sogar die höchste Warnstufe (4) ausgesprochen. Oberhalb von 1000 m würden dort extreme Orkanböen zwischen 105 km/h und 180 km/h auftreten, die zu Anfang aus südwestlicher Richtung kämen und später aus westlicher Richtung.

Der DWD warnt bezüglich der Gebiete mit Orkanböen und extremen Orkanböen vor folgenden möglichen Gefahren:

  • unter anderem schwere Gebäudeschäden
  • Entwurzelung von Bäumen
  • Herabstürzen von Dachziegeln, Ästen oder anderer Gegenstände

Die Menschen sollen alle Fenster und Türen schließen. Gegenstände im Freien sollen gesichert werden. Wer ein Auto oder ein anderes Fahrzeug hat, sollte dieses in die Garage stellen.

Außerdem rät der DWD, dass man den Aufenthalt im Freien möglichst unterlassen sollte. In Gebieten mit extremen Orkanböen sollte man das Haus nicht verlassen und sich in sicheren Räumen aufhalten. Wer dennoch nach draußen gehe – in Gebieten mit Orkanböen oder extremen Orkanböen -, sollte insbesondere von Bäumen, Gebäuden, Gerüsten und Hochspannungs-Leitungen Abstand halten.

 
Update vom 9.2.2020, 13:33 Uhr:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nunmehr seine Unwetterwarnung vor Orkanböen der Stufe 3 im Zusammenhang mit dem Orkantief “Sabine” auf fast ganz Deutschland ausgeweitet.

Für das Gebiet zwischen Berlin und der Grenze zu Polen wird nun nicht mehr vor Windböen, sondern vor Sturmböen gewarnt und damit die Alarmstufe hochgesetzt. Die Sturmböen könnten Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 85 km/h erreichen; in exponierten Lagen sogar 100 km/h. Wer sich in einem solchen Sturmgebiet aufhalte, solle sich vor dem Herabstürzen einzelner Äste in Acht nehmen und vor anderen herabfallenden Gegenständen.

Außerdem hat der DWD seine Warnung vor extremen Orkanböen auf weitere Gebiete ab bestimmten Höhen ausgedehnt, wie etwa bestimmte Gebiete im Schwarzwald, in den deutschen Alpen und im Bayerischen Wald.

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