Austretendes CO2 aus Speichern unter dem Meeresboden würde sich auflösen

Möven auf hoher See
Möven auf hoher See
[Fotograf: Richard Fleischhut, Quelle: Bundesarchiv/ Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de]

 

Robert Züblin – 28.05.2019, 23:59 Uhr

Wissenschaftler haben festgestellt, dass in der Nordsee eingelagertes CO2, das aus einem Speicher unter dem Meeresboden entweichen würde, nicht bis in die Atmosphäre gelangen würde.

CO2-Abscheidung und -Speicherung

Kohlendioxid (CO2) ist maßgeblich für die Klimaerwärmung verantwortlich. Um die Konzentration dieses Treibhausgases in der Atmosphäre zu reduzieren, wird darüber nachgedacht, CO2 direkt beim Entstehen in Kohlekraftwerken abzuscheiden und dann unterirdisch zu speichern; zum Beispiel unterhalb des Meeresbodens. Damit würde verhindert, dass der Klimakiller überhaupt in die Atmosphäre gelangt.

Wissenschaftler haben nun eine Studie in der Fachzeitschrift “International Journal of Greenhouse Gas Control” veröffentlicht, bei der es um die Frage ging, welche Folgen es hat, wenn CO2 aus solchen Speichern unter dem Meeresboden durch ein Leck entweicht.

Kurzfristig austretendes CO2 verteilt sich

In der Studie kam heraus, dass sich die entweichenden CO2-Gasblasen innerhalb von 2 Metern über dem Meeresboden vollständig auflösen würden. Das heißt: Das CO2 würde nicht in die Atmosphäre gelangen, sondern in der Nordsee verbleiben.

Das wegen einer Leckage im Meerwasser gelöste CO2 würde sich dank der Gezeitenströme schnell in der Nordsee verteilen. Nur wenn CO2 längere Zeit austreten würde, käme es in der unmittelbaren Nähe des Lecks zu Beeinträchtigungen des Meeres-Ökosystems.

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